Die eigenen Daten schützen

  • Damit der Stalker nicht über Internet Informationen über Sie sammeln kann, kontrollieren Sie, was Sie etwa in den sozialen Netzwerken alles angegeben haben. Sollten Sie etwa mit dem Stalker im Internet verbunden sein, kappen Sie diese Verbindung. Schauen Sie zudem, was der Öffentlichkeit alles zugänglich ist, z.B. in Ihrem Facebook Profil.
  • Ähnlich sieht es mit Ihrem Hausmüll aus: Vernichten Sie Dokumente, auf denen sich persönliche Daten befinden im Idealfall mit einem Schredder und verteilen Sie den Müll auf verschieden Mülleimer.
  • Kontaktiert der Stalker Sie hauptsächlich über Nachrichten, lassen Sie sich eine neue Nummer geben und blockieren Sie den Stalker in sozialen Netzen. Alternativ können Sie die Nummer des Stalkers bei vielen Anbietern auch auf eine Blacklist setzen lassen.
  • Sollten Sie umziehen macht es u.U. Sinn beim Einwohnermeldeamt eine Auskunftssperre zu erwirken. Dies lässt sich bei Gefahr für Leib und Seele durchsetzen.
    Halten Sie Anzeigen und polizeiliche Berichte bei einer solchen Beantragung bereit. Eine solche Sperre muss ca. alle zwei Jahre verlängert werden.
  • Sollte man in sozialen Netzen Anfragen von unbekannten Profilen erhalten, sollten diese auf keinen Fall angenommen werden. Dies können Fake-Profile sein, hinter welchen sich möglicherweise Ihr Stalker versteckt.
Stalker mit Kamera

Stalking Opfer

Wem schon einmal nachgestellt wurde und deshalb unfreiwillig Erfahrungen mit Stalkern gesammelt hat, kennt diese Gefühle: Man fühlt sich ständig beobachtet und unwohl, traut sich nicht mehr alleine raus zu gehen und wird psychisch terrorisiert. Dabei sind die Opfer schon lange nicht mehr nur in den Kreisen von Prominenten zu finden.

Wenn auch Ihnen bereits nachgestellt worden ist oder sich gar aktuell in dieser Situation befinden, finden Sie hier neben allgemeinen Infos und Ratschlägen auch Anlaufstellen und Rechtsgrundlagen, um Ihrem Stalker zu entgehen.

Hilfe gegen Stalker

Psychischer Terror

Der Begriff „Stalken“ stammt vom Englischen „to stalk“, welches aus der Jägersprache stammt und so viel heißt, wie “ sich anpirschen/ anschleichen“. Der Begriff trifft es ganz gut, denn oft fühlt sich das Opfer überrumpelt, wird womöglich fotografiert und kann sich nicht mehr frei entfalten. Beim Stalking wird eine Einzelperson so sehr verfolgt und belästigt, dass ihre freie Lebensgestaltung eingeschränkt wird. Dabei ist es egal, ob es sich bei dem Stalker um einen ehemaligen Arbeitskollegen, einen Expartner oder eine fremde Person handelt.

Tatsächlich wurde der Tatbestand „Nachstellung“ in Deutschland 2007 in Strafgesetzbuch § 238 eingeführt und im § 112a Strafprozessordnung aufgenommen. Einem Stalker kann somit unter bestimmten Bedingungen in die Untersuchungshaft (Deeskalationshaft) genommen werden.