Literatur Tipps bei Stalking

Literatur Tipps

Susanne Schumacher: Stalking: Geliebt, verfolgt, gehetzt

Ratgeber für Opfer die dem Stalking ein Ende bereiten wollen.

Voß & Hoffmann: Psychologie des Stalking: Grundlagen – Forschung – Anwendung 

Erklärt wissenschaftlich verschiedene Motivationen und gibt Hinweise zu geeigneten Handlungsstrategien.

Peter Fiedler: Stalking: Opfer, Täter, Prävention, Behandlung

Der Autor zeigt Handlungsmöglichkeiten und vor allem auch Präventationsmassnahmen auf. Außerdem werden Beispiele genannt, wie sich Opfer erfolgreich zur Wehr gesetzt haben.

Marie-France Hirigoyen: Die Masken der Niedertracht: Seelische Gewalt im Alltag und wie man sich dagegen wehren kann

Ein sehr gutes Buch zum Thema seelische Gewalt, in welchem die Autorin Opfer ermutigt, ihrer Wahrnehmung zu trauen und sich erfolgreich zur Wehr zu setzen.

Bärbel Mechner: Von Psychopathen umgeben. Wie Sie sich erfolgreich gegen schwierige Menschen zur Wehr setzen

Ein umfassenderes Werk, das sich nicht nur mit dem Thema Stalking auseinandersetzt.

Links

Hilfe für Kriminalitätsopfer, über 3200 Ehrenamtliche Helfer in ganz Deutschland

Tauschen Sie sich in einem Forum mit anderen Stalking-Opfern aus und gewinnen Sie neuen Mut

www.sefraev.de

Selbsthilfe- und Beratungszentrum für Frauen in Aschaffenburg e.V.

Zentralinstitut für klinische Gesundheit

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Beratung für Menschen, die gestalkt werden, aber auch für Stalker

www.bsgp.ch

Beratungszentrum: Sexuelle Grenzverletzungen in professionellen Beziehungen – Institut für Psychotraumatologie.

www.frauen-gegen-gewalt.dewww.frauennotruf-bielefeld.dewww.frauennotruf-luebeck.de

Anlaufstellen für Frauen

Psychisch kranker Stalker

Charakterliche Eigenschaften von Stalkern

Wenn jemand eine andere Person über einen langen Zeitraum stalkt, wird einem vernünftig denkenden Menschen schnell bewusst, dass der Stalker psychisch nicht in einwandfreier Verfassung sein kann. Tatsächlich ist es so, dass Stalker häufig einen Teil des Realitätssinnes verlieren und als psychisch krank einzuordnen sind. Sie sind oftmals der Auffassung, dass das Opfer Interesse an Ihnen findet oder durch die ständige Präsenz in Ihrem Leben finden wird. Oft haben Stalker ein falsches Selbstwertgefühl und sehen sich sogar selber in der Rolle des Opfers oder wollen Macht ausüben.
Zurückgewiesene Stalker wollen etwa nicht verstehen, dass sie sich ein neues Leben aufbauen müssen und ihren ehemaligen Partner nicht mehr zurück gewinnen werden. Durch eine mögliche soziale Inkompetenz wird ihnen die Kontaktaufnahme noch weiter erschwert und Sie sehen keinen Ausweg aus Ihrer einsamen Lage. Statt sich jedoch jemandem anzuvertrauen, verschlimmern sie durch ihr Verhalten ihre Lage.

Allgemeine Tipps

  • Stalker wollen Sie am liebsten für sich alleine haben. Gehen Sie in die Öffentlichkeit und informieren Sie Ihre Freunde, Familie und Bekannten, dass Sie Stalking-Opfer geworden sind. So kann auch vermieden werden, dass diese unwissentlich Informationen an den Stalker liefern.
  • Gehen Sie auf keinen Fall auf Nachrichten etc. ein. Dies verschlimmert die Situation nur zusätzlich.
  • Verdeutlichen Sie dem Stalker einmal(!) unmissverständlich, dass Sie nicht an ihm interessiert sind und keinen Kontakt zu ihm wünschen. Lassen Sie sich nicht klein reden. Am besten weisen Sie ihn vor einem Zeugen darauf hin.
  • Sprechen Sie nicht auf Ihre Mailbox, viele Täter rufen Sie sonst nur an, um Ihre Stimme zu hören. Nutzen Sie stattdessen etwa eine Computeransage.
  • Tauschen Sie sich mit anderen Stalking Opfern aus. Diese finden Sie etwa über Internetforen.
  • Gehen Sie nicht auf ein Angebot der letzten Aussprache ein. Häufig möchte der Stalker mit Ihnen reden und fährt danach fort wie zuvor. Wollen Sie diese partout stattfinden lassen, sprechen Sie sich an einem öffentlichen Ort aus. Hier ist die Gefahr geringer, dass die Situation eskaliert.
Stalker mit Kamera

Stalking Opfer

Wem schon einmal nachgestellt wurde und deshalb unfreiwillig Erfahrungen mit Stalkern gesammelt hat, kennt diese Gefühle: Man fühlt sich ständig beobachtet und unwohl, traut sich nicht mehr alleine raus zu gehen und wird psychisch terrorisiert. Dabei sind die Opfer schon lange nicht mehr nur in den Kreisen von Prominenten zu finden.

Wenn auch Ihnen bereits nachgestellt worden ist oder sich gar aktuell in dieser Situation befinden, finden Sie hier neben allgemeinen Infos und Ratschlägen auch Anlaufstellen und Rechtsgrundlagen, um Ihrem Stalker zu entgehen.

Hilfe gegen Stalker

Psychischer Terror

Der Begriff „Stalken“ stammt vom Englischen „to stalk“, welches aus der Jägersprache stammt und so viel heißt, wie “ sich anpirschen/ anschleichen“. Der Begriff trifft es ganz gut, denn oft fühlt sich das Opfer überrumpelt, wird womöglich fotografiert und kann sich nicht mehr frei entfalten. Beim Stalking wird eine Einzelperson so sehr verfolgt und belästigt, dass ihre freie Lebensgestaltung eingeschränkt wird. Dabei ist es egal, ob es sich bei dem Stalker um einen ehemaligen Arbeitskollegen, einen Expartner oder eine fremde Person handelt.

Tatsächlich wurde der Tatbestand „Nachstellung“ in Deutschland 2007 in Strafgesetzbuch § 238 eingeführt und im § 112a Strafprozessordnung aufgenommen. Einem Stalker kann somit unter bestimmten Bedingungen in die Untersuchungshaft (Deeskalationshaft) genommen werden.